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Rauschzeit
im Tresor / Globus - 15.05.04 Presse
Partysan / Tip / Uncle Sallys: 05/04
Seit mehr als 3 Jahren versuchen die Veranstalter der Rauschzeit Events Welten zu bauen. In Klubs, auf dem Wasser, in der Stadt, aufm Dorf... vor allem aber in den Köpfen der Menschen.
Wenn die Arbeit uns schon den Tag nimmt, muss die Nacht geben, was wir vom Leben verlangen, so oder ähnlich muß wohl ihr Motto lauten.
Denken und lernen, träumen und fühlen, Kunst erleben, Unterhaltung geniessen, uns verirren und immer wieder aufs Neue finden, das gehört zum Leben und somit auch zu einer Rauschzeit.
Fernab von Disko, Ballermankultur und Teeniehymnen zelebrieren sie Musik in der keine Wahrheiten stecken,
Lieder die nichts zu sagen haben, und doch eine Kunst, die Räume schafft, für Menschen und ihre Träume.
Seit vielen Jahren steht der Name Tresor wie kaum ein zweiter für Techno und House, aber auch Drum ´n Bass und Breakbeat, oder ganz einfach für gute elektronische Musik.
Am 15. Mai wird im gleichnamigen Club nun erstmals eine Rauschzeit stattfinden, es werden Heiligtümer geschändet, Gewohnheiten unterbrochen, Erinnerungen auf den Kopf gestellt und definitiv keine Erwartungen erfüllt.
Für eine Nacht wird wieder eine dieser Welten entstehen, in die man neugierig eintaucht wie ein Kind ins Leben, in der man wieder entdecken darf, staunen kann, sich überraschen läßt.
Es ist Tradition im Tresor zu wuchtigen Bässen, rasenden HiHats und scheppernden Maschinenklängen neben alten Schließfächern und Gittern zu feiern, während man es im darüber befindlichen Globus etwas ruhiger und schöngeistiger angeht.
In eine tiefe Glaubenskrise wollen die Veranstalter eingefleischte Tresorfans und Anhänger dieser Tradition stürzen.
La Traviata, das süße Leben wird in den altehrwürdigen "Tanzkeller" ziehen. Unter blauem Himmel, zwischen bunten Blumen kann man zu Musik vom Zuckerhut tanzen oder es sich auf kuscheligen Sofas gemütlich machen und entspannen. DJs wie Daniel Sunn, Danny Subsonic, Tagträumer u.v.a.werden für Urlaubsstimmung sorgen.
Der Globus wird zum Konzertfloor, zur Spielhölle diverser Liveacts. Frankensteins Laboratorium entsteht inmitten von Ketten, Fackeln und viel Technik.
Tanzwütige, Konzertbegeisterte wie Nachwuchsproduzenten sollen auf ihre Kosten kommen.
Während die einen die Hüften schwingen und Hände fliegen lassen, sitzen die anderen an der Bar und beobachten das Handwerk der Künstler auf der Leinwand, um fachzusimpeln oder einfach nur die Musik zu genießen. Menschen, die noch nie etwas mit elektronischer Musik zu tun hatten erhalten hier die Möglichkeit, sich davon zu überzeugen, dass Techno mehr ist als Konservenmusik. Computer, Sampler, Mischpulte, Mikros und Sequenzer werden zu Instrumenten in den Händen der Künstler.
Jederman und jede Frau, ob Technofan oder nicht, sind somit herzlichst eingeladen oder vielmer aufgerufen sich davon zu überzeugen.
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